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Häufige Fragen

Sollte ich mein Fahrzeug umrüsten lassen und an der Rückrufaktion teilnehmen?

Die Umrüstung nach erfolgtem Rückruf kann Ihre Rechte schwächen, daher sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie an der Rückrufaktion teilnehmen. Eine Pflicht zur Teilnahme gibt es nicht.

Zu beachten ist aber, dass Ihr Fahrzeug derzeit nicht die Abgasnormen erfüllt. Sie sollten daher in jedem Fall aktiv werden und sich kurzfristig über Ihre Rechte informieren. Am Besten bevor die Rückrufaktion bei Ihrem Fahrzeug durchgeführt wird.

Soweit das Software-Update bereits aufgespielt wurde, gibt es aber auch noch Hoffnung. So entschieden bereits Gerichte, dass das Aufspielen des Software-Updates gar nicht geeignet sei, den Mangel vollständig zu beseitigen.

Was kann ich im Idealfall überhaupt bekommen?

Als Autokäufer können Sie folgende Ansprüche geltend machen:

  • Sie geben das Fahrzeug zurück und bekommen den Kaufpreis erstattet.
  • Sie können die Lieferung eines Neuwagens fordern.
  • Sie können aber auch einen Teil des Kaufpreises zurückverlangen und Ihr Auto behalten. Natürlich können Sie dabei auch verlangen, dass der Mangel an Ihrem Auto beseitigt wird.
Gegen wen kann ich Ansprüche richten?

Sie können Ihre Ansprüche grundsätzlich geltend machen gegenüber

  • dem Verkäufer
  • und/ oder dem Hersteller

Sie können dabei gegen alle möglichen Gegner parallel vergehen oder sich auch auf einen Gegner konzentrieren. Je eher Sie aktiv werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie Ihre Ansprüche gegen alle erfolgreich geltend machen können.

Sind bestimmte Fristen zu beachten?

Ja! Die Frage, wann Ansprüche verjähren, ist oft umstritten. Hier ist auch der Einzelfall zu berücksichtigen, daher an dieser Stelle grundsätzliche Ausführungen:

Zwar können bestimmte Schadensersatzansprüche grundsätzlich 10 Jahre lang geltend gemacht werden. Aufgrund der ausführlichen Berichterstattung dürfte eine Durchsetzung von Rechten spätestens ab dem Jahr 2019 schwierig bis unmöglich werden, da diese Frist auf drei Jahre ab Kenntnis der Ansprüche begrenzt werden kann. Gewährleistungsrechte können sogar nur zwei Jahre nach dem Erwerb geltend gemacht werden. Möglicherweise wurde bzw. wird aber von der Gegenseite darauf verzichtet, sich auf diese Fristen zu berufen.

Damit Sie die bestmögliche Ausgangsituation haben und keine Anspruchsgrundlage verlieren, sollten Sie schnell aktiv werden!

Was genau zu tun ist, sollte individuell mit einem Rechtsanwalt geklärt werden. Hier hilft es nicht, einen Musterbrief an die Gegenseite zu senden. Damit ist beispielsweise die Verjährung nicht gehemmt und Sie wiegen sich in falscher Sicherheit!

Sind Sammelklagen möglich?

Für die Aktionäre von VW Aktien bietet sich eine Art Sammelklage durchaus an. Anders sieht dies für Autokäufer aus. Auch wenn es sich häufig anders liest, sind Sammelklagen im deutschen Recht nur in absoluten Ausnahmefällen vorgesehen. So kann der Richter diese sogenannten Sammelklagen in einzelne Verfahren trennen, so dass sich plötzlich für alle doch die Kosten einer Einzelklage ergeben, ohne dass dies verhindert werden kann. Grundsätzlich ist nämlich im deutschen Recht der Einzelfall entscheidend. Je besser dazu vorgetragen wird, desto höher die Chancen auf ein sehr gutes Ergebnis. Bei „Sammelklagen“ wird der Einzelfall natürlich vernachlässigt, was für den Einzelnen zu einem schlechteren Ergebnis führen kann.

Bedacht werden sollte außerdem, dass die Gegenseiten auch Widerklagen erheben können. Gerade da Sammelklagen immer wieder auch über eine Abtretung von Rechten funktionieren (siehe auch „Kann ich eine Erfolgsprovision mit der Kanzlei vereinbaren?“), ist die Gefahr einer solchen Widerklage tatsächlich hoch. Plötzlich sind Sie dann – gezwungenermaßen – am Rechtsstreit direkt beteiligt und zwar mit dem vollen Kostenrisiko!

Kann ich eine Erfolgsprovision mit der Kanzlei vereinbaren?

Die Vereinbarung von Erfolgsprovisionen ist Anwälten aufgrund der bestehenden Rechtslage grundsätzlich nur sehr eingeschränkt möglich. Vertragspartner bei solchen Vereinbarung wird in der Regel daher gar kein Anwalt, sondern irgendein Unternehmen, an das man dann häufig seine Ansprüche abtreten muss. Ihre abgetretenen Ansprüche werden sodann von diesem Unternehmen im Namen des Unternehmens geltend gemacht.

Im außergerichtlichen Bereich ist es für Rechtsanwälte etwas einfacher, auf Provisionsbasis zu arbeiten. Auch wir bieten daher außergerichtlich ein „erfolgsorientiertes“ Modell an. Holen Sie sich einfach ein konkretes Angebot ein!

Im gerichtlichen Bereich sind Provisionsvereinbarungen zwischen Anwälten und Mandanten faktisch kaum möglich, vielleicht aber auch nicht nötig. Der Gesetzgeber will durch die restriktive Handhabung Interessenkonflikte bei Anwälten vermeiden, was gerade den Mandanten schützt. Eine seriöse Einschätzung der Erfolgsaussichten des Falles soll Mandanten dazu dienen, die Chancen einzuschätzen und auch von diesen zu profitieren – ohne vom Erfolg einen erheblichen Anteil abgeben zu müssen.

Haben Sie noch weitere Fragen? Unser Team aus Fachanwälten steht Ihnen gerne für Rückfragen zur Verfügung.

Nicole Mutschke
Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht

Henning Linnenberg
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Claudia Halstenberg
Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme